Song Of The Day
Ssion - High
Song Of The Day
Ssion - High

Wenn bedingungslose Musikpassion auf superspezielles Insidertum trifft, dann lacht ja bekanntlich auch das Audioheidi-Herz - Vorhang auf für Dark Entries: Das Label aus San Francisco hat es sich zur Aufgabe gemacht, tief verborgene und lang verlorene Juwelen des synthlastigen Undergrounds der 1980er wiederaufzulegen -allerdings ausschliesslich auf Vinyl, liebe Smartphonekinder. Neben nicht ganz unbekannten Namen wie Zwischenfall, Borghesia oder Neon Judgement sind es dabei zweifelsohne die Obskuritäten, welche den Firmenkatalog für Synthwaveheads und wohl auch Großstadthipsters so interessant machen.
Tatsächlich stiessen wir nämlich dank unserer Liebe zu Vocoder (Zaragozas Technopop-Antwort auf Italodisco - dazu ein andermal mehr) auf das Label und wissen seitdem von Tape-Only-Bands wie Altres (Schottland) oder The Product (Dänemark). Darüberhinaus bietet Dark Entries neuen KünstlerInnen mit entsprechenden Soundvorlieben wie Death Domain, Inhalt oder Linea Aspera eine Heimat. Höchst empfehlenswert! Zum Reinhören und Fraktus-Jucken am Hinterkopf mal kurz Ignorieren:

Auf sie können sich derzeit alle Fashion/Music-Blogs einigen: Bereits letztes Jahr gewannen Light Asylum mit ihrer ersten EP “In Tension” die Herzen aller hippen JutetaschenträgerInnen. Erfreulicherweise besteht der Sound des Duos aber auch abseits des Hypes. Die extrem tiefe Stimme von Shannon Funchess vereint sich mit den dunklen Synths von Bruno Coviello zu einer Art zeitgenössischen Neo-Wave.
Nun erschien letzten Freitag das selbstbetitelte Debütabum. BesucherInnen des Donaufestivals kamen dabei übrigens schon zuvor in den Genuss der neuen Songs - bei einem Spontankonzert der Gruppe (die ja eigentlich nur in Kombi mit Laurie Anderson gebucht waren). Ob das Album nun die hohe Vorgabe der letztjährigen EP halten kann, könnt ihr selber hier nachhören:

Griechenland 2012..insert Bezug zur Finanzkrise right here. Allen Übeln zum Trotz passiert dort zumindest Gutes in Sachen Musik. We Came Fom Waters sind ein interessanter Neuzugang aus Florina, deren Sound deutliche Parallelen zu Joy Division aufweist und dazu mit kühler Elektronik angereichert wird (überhaupt fröhnen griechische Bands entsprechendem Synthpop/Electronica: checkt mal Marsheaux, Info, In Vox…).
Letzte Woche erschien nun das Debutalbum “Unfamous Quotes” - als konsequente Weiterführung der letztjährigen Debut-EP “Famous Quotes”. Ein durchaus stimmiger Output: Düstere Musik für düstere Zeiten.

Kaum zu glauben, aber Peter Murphys Band Bauhaus löste sich bereits vor fast 30 Jahren (1983) wieder auf - und dennoch bleibt “Bela Lugosi is dead” wohl szeneüblich auf ewig ein Standard in jeder Gruftidisko. Neben den nicht ganz unerwarteten, partiellen Reunionsphasen (ihr wisst bescheid) der Gruppe ist der in Ankara lebende Musiker freilich auch solo aktiv. So erschien vor kurzem sein Album “Ninth”, welches jetzt im Oktober in Europa betourt wird. Hier das aktuelle und wunderschöne Video “I Spit Roses”:
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