Skream-Mix von 2004: Als Dubstep laufen lernte

Er ist Mitbegründer und eine der zentralen Figuren des Dubstep: Oliver Jones alias Skream sorgte in der ersten Hälfte des Milleniums im Londoner Bass-Universum mit einem neuartigen Sound für Aufsehen - auf Fruity Loops (!) produzierter, zäh-polternder Elektrodub wälzte da auf einmal aus den Boxen und direkt auf den Dancefloor.
“Langsam und wuchtig” wurde zum neuen Hardcore-Credo elektronischer Musik. Weniger BPM, mehr böse Wabbersounds. In den darauffolgenden Jahren entwickelte sich dann der einstige UK-Undergroundsound zum massentauglichen Klangphänomen, wie entsprechende Tendenzen auf Britney Spears´ Album von 2010 beweisen.
Jetzt tauchte via der Seiten ”Superfuture” bzw. “Liveforthefunk” ein diesbezüglich wertvolles Zeitdokument im Netz auf. Eine frühe (Januar 2004) Studiosession von Skream, ausschliesslich mit Eigenkompositionen (nur 4 davon wurden jemals veröffentlicht), lässt uns nochmal an der musikalischen Aufbruchsstimmung und den ersten Gehversuchen des Genres teilhaben - quasi Wiegenlieder einer der interessantesten Entwicklungen des vergangenen Jahrzehnts.