Rap francais of the day:
The Shin Sekai - La Peur
Rap francais of the day:
The Shin Sekai - La Peur

Wir haben´s schon bei The Coup geschrieben: Die einstige, beeindruckende Omnipräsenz von Public Enemy und ihrem wütenden Politrap flaute seit Mitte der 1990er irgendwie ab - Flavor Flavs TV-Kasperltheater ist dafür wohl nur gering mitverantwortlich. Andererseits.. kann ein derartiger Hype überhaupt 25 (!) Jahre in steter Intensität anhalten? Wahrscheinlich eher nicht (ähnlicher Fall: RATM), ausser du bist Depeche Mode.
Jedenfalls hat die Gruppe um Mastermind Chuck D dieses Jahr nun gleich zwei Alben veröffentlicht, die seit gestern endlich auch in unseren Breitengraden erhältlich sind. Ob “Most Of My Heroes Still Don´t Appear On No Stamp” und “The Evil Empire Of Everything” auch durch die Crowdfunding-Aktion von 2009 mitfinanziert wurden, entzieht sich unserer Kenntnis. Sicher ist zumindest die partielle Rückkehr zu alten musikalischen Tugenden, denn der berühmte “Bomb-Squad”-Sound ist durch einige Trademarkproduktionen von Gary G-Wiz erneut vertreten, z.B. hier:

Die Kombi US-Soulfood und Kochbuch aus dem deutschsprachigen Raum kann auf den ersten Blick, der Aura von Bionaden-Frappucino-Bagelwifihotspots im Prenzlauer Berg nicht unähnlich, durchaus Skepsis erzeugen. Doch das vor Kurzem auf dem ehrwürdigen Trikont-Label erschienene Buch “Soulfood: Food & Music. Fat & Yummy” hat einen interessanten Autor: Sven Christ alias Katmando hat nicht nur eine bewegte Graffiti-Biografie (gotta love those Hitech/Chromeangelz-Styles) hinter sich, sondern war dereinst auch Miterfinder des deutschen Hiphop-Magazins Juice.
Da Herr Christ also neben Hiphop to the fullest auch ein passionierter Koch ist, bekam er dank seiner Raprelationen im Laufe der Zeit Zugang zu den Rezepten der Tanten und (Gross-)Mütter seiner US-Freunde. Und diese gibt es nun, neben zahlreichen Linernotes und Anekdoten zusammen mit einer CD mit “soulfuller” Musik zum Thema, zum Nachkochen. Aber seid gewarnt, Diätfreunde - die Analogie zu fetten Beats kommt nicht von ungefähr.

“Ich kenne so viele Mädchen, deren grösstes Ziel es ist, zu heiraten und Kinder zu kriegen. Ich frage sie dann jeweils: «Willst du keine Karriere? Willst du kein Hobby? Willst du nicht etwas mit deinem Leben anfangen? Heiraten und Kinder kriegen ist das absolute Minimum. Du musst mehr wollen.»”
Die libanesische Rapperin Malikah im Interview mit Alice Kohli (NZZ, 1.12.2012)
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