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Kreator bringen den Phantom Antichrist

1980er-Revival bedeutet nicht zwangsweise Neon-Kleidung und Synthesizer-Beats, liebe HipsterInnen. Nein, da gibt es auch noch den Thrashmetal. Obwohl, auch dieses Genre ist ja bereits irgendwie von der stylischen Ironiemaschine verschluckt worden. Verdammt..

Sei´s drum, das eben nicht nur metalinterne Thrashrevival der letzten Jahre brachte uns Audioheidis die deutsche Ruhrpott-Legende Kreator zurück in`s Gedächtnis und siehe da - gerade haben die Mannen um Mille Petrozza ein neues Album herausgedroschen. “Phantom Antichrist” ist seit gestern auf Nuclear Blast erhältlich und der dazugehörige Tourplan verspricht ebenso renommierte Reisebegleitung: Mit Accept (ja, die gibt´s noch) in den USA, später dann in Europa mit Morbid Angel, Nile und Fueled By Fire

  06/02/12 at 02:04pm

Song of the Day: The Jamborines “Hollywood”

  05/27/12 at 08:41pm

And One s.t.o.p.p.e.n. wieder

Steve Naghavi alias And One schreibt nicht nur ausführlichste Stellungnahmen zu Fanreaktionen (oder veröffentlicht diesbezüglich gleich Free-EPs), sondern musiziert auch fleissig: In den letzten 23 (!) Jahren schuf er immer wieder markante Synthpop-/EBM-Hits, die musikalisch zwischen Front 242 und Depeche Mode oszillieren. 

So wollen wir den zeitweisen Kontroversen (“Steine sind Steine”-Diskussion von 2006) zum Trotz auf das soeben veröffentlichte Album “S.T.O.P.” hinweisen. Zur regulären Platte kommt in der limitierten Edition weiters die EP “Treibwerk” u.a. mit Nitzer Ebb´s Douglas McCarthy als Gastsänger. Dazu hier das Snippet:

  05/27/12 at 04:48pm

Mit Rummelsnuff gen Himmel

Allen Trendgazetten zum Trotz bleibt dieser Herr ein hörenswertes Unikat: Rummelsnuff vermengt EBM, Seemannsromantik, Berghain-Türsteherästhetik, baltischen Frost, Männerliebe und ballonartigen Muskelaufbau zu seiner ganz eigenen deutschen Welle. Irgendwie die sympathische Version von Rammstein - könnte wer nochmal David Lynch Bescheid geben?

Jedenfalls erschien nun pünktlich zum Vatertag (eh klar) “Himmelfahrt”, das dritte Album des bulligen Barden. Features u.a. mit der Bolschewistischen Kurkapelle Schwarz Rot und Coverversionen von “Azzurro” und “Daddy Cool”! Hier das aktuelle Video für die Autopanne zwischendurch:

  05/22/12 at 09:05am

Tuttifrutti: Bonde Do Rolê mit zweitem Album

Vor fünf Jahren veröffentlichten Bonde Do Rolê ihr (reguläres) Debutalbum und brachten dem Rest der Welt ihre höchst amüsante Version von brasilianischem Carioca Funk näher. Nun, nach MTV-Fame und Abgang der Sängerin Marina, erscheint in Kürze das zweite Album “Tropicalbacanal” auf dem Label von Bassexperten Diplo.

Die Featureliste ist erwartungsgemäss bunt: Neben z.B. dem brasilianischen Altmeister Caetano Veloso (!), Das Racist, Boys Noize (natürlich..) sind auch die Münchner Schlachthof Bronx mit von der Partie. Das Video zur Single “Kilo” ist bereits im Netz, posten wir aber jetzt nicht hier - zu wenig lustig für so viel tittifrutti Sexploitation. Nichtsdestotrotz ein woofy Bärengruss an Gorky und wir freuen uns schon auf das Releasedate/26.Juni.

  05/13/12 at 01:39pm

Light Asylum veröffentlichen Debut

Auf sie können sich derzeit alle Fashion/Music-Blogs einigen: Bereits letztes Jahr gewannen Light Asylum mit ihrer ersten EP “In Tension” die Herzen aller hippen JutetaschenträgerInnen. Erfreulicherweise besteht der Sound des Duos aber auch abseits des Hypes. Die extrem tiefe Stimme von Shannon Funchess vereint sich mit den dunklen Synths von Bruno Coviello zu einer Art zeitgenössischen Neo-Wave.

Nun erschien letzten Freitag das selbstbetitelte Debütabum. BesucherInnen des Donaufestivals kamen dabei übrigens schon zuvor in den Genuss der neuen Songs - bei einem Spontankonzert der Gruppe (die ja eigentlich nur in Kombi mit Laurie Anderson gebucht waren). Ob das Album nun die hohe Vorgabe der letztjährigen EP halten kann, könnt ihr selber hier nachhören:

  05/08/12 at 01:09am

RIP Adam Yauch alias MCA 1964-2012

Soeben erfuhren wir vom Tod des Beastie Boys Adam Yauch alias MCA. Noch ist die Todesursache nicht offiziell verlautbart, doch es kann wohl ein Zusammenhang mit Yauchs Krebserkrankung, welche 2009 diagnostiziert wurde, vermutet werden.

Die Beastie Boys haben wie keine andere Gruppe das Indiemusiktum aufgewirbelt. From Punkrock to Actionrap to Raregroove and back. Speziell ab den 1990ern vereinten sie alles, was cool ist. Es war dabei Yauchs Verdienst, die Band auf den Conscience-Pfad gebracht zu haben: Free-Tibet-Kampagnen und Relativierung der früheren Machoprollattitüde machten die Beastie Boys zur universellen Botschaftern intelligenter und funky Popkultur.

Dazu kam Yauchs Filmtalent - neben der Videoregie unter seinem Pseudonym Nathaniel Hornblower produzierte er mit seiner Firma u.a. den fantastischen Film “Wendy & Lucy” und auch “Exit Through The Gift Shop”. Jetzt ist er also von uns gegangen, im Alter von 47 Jahren. Zum Abschied eine seiner Hymnen, die hoffentlich auf ewig durchs Universum rocken wird. MCA come and rock the shureshot!

  05/05/12 at 02:02am

Sonnenbrand im Tropenland: Chris Baio und Matias Aguayo machen “Tanto”

Mit seiner Hauptband Vampire Weekend sorgte Chris Baio dafür, dass sich nun wieder tendenziell lästige Indie-Hipster für Worldmusic interessieren. Ob das super oder doch blöd ist, wissen wir jetzt auch nicht. Fakt ist jedoch, dass seinerseits der deutsch-chilenische Elektronikkünstler Matias Aguayo (of Kompakt- und Cómeme-fame) sich vor nicht allzu langer Zeit für den Track “Tanto” mit Baio zusammentat.

Das Stück stammt von Baios erster Solo-EP “Sunburn”, welche am 21. Mai erscheinen wird, und ist entgegen der Befürchtung ob Exploitation-Exotik ein sehr hörenswerter Tropen-Dancer geworden. Tatsächlich eine stimmige Verschmelzung von Ethno-Indie und Clubrhythmik.

  05/03/12 at 09:43am

Es tönt der Fluss: Donaufestival 2012

Alle Jahre wieder lässt das Donaufestival im beschaulichen Krems in Niederösterreich das Herz aller Musikgeeks (und somit auch das von uns Audioheidis) höher schlagen. Wir haben die Wanderschuhe und Rucksäcke schon geschnürt, denn auch heuer (heute geht´s los) gibt es gute Gründe für einen Besuch:

U.a. geben sich Pantha Du Prince, Seefeel, Laurie Anderson (zusammen mit den derzeitigen Bloglieblingen Light Asylum), Bohren & Der Club Of Gore, Chris Cunningham (ja, Liveperformance!), Cocorosie, Bus Driver, Oneohtrix Point Never, Of Montreal, Lustmord (!) und Squarepusher die Ehre.

Interview(s) demnächst hier.

  04/28/12 at 07:53pm

Das Ufomammut bringt uns Gold

Selten war ein Bandname so stimmig: Der Sound von Ufomammut kommt tatsächlich aus fernen Spacerock-Galaxien und macht seit der Erdlandung mit dröhnend-zähem Dampfwalzen-Metal alles platt. Gerade veröffentlichte das italienische Trio sein siebtes Album “Oro -Opus Primum” (der zweite Teil “Opus Alter” soll im September erscheinen), jetzt wird getourt.

Und wie wir es ja schon seit Southern Lord-Platten kennen, so spielt auch hier die visuelle Aufbereitung eine grosse Rolle. Im Netz (via Videostream) kann mensch sich auf das Gesamtkunstwerk einlassen und, klar, es ist trippig. Hier der Teaser:

  04/24/12 at 02:02pm

Wurden wir betrogen? Doctorella klärt auf

Alle Berliner LeserInnen sollten heut mal im Kater Holzig vorbeischauen, denn dort präsentieren die Geschwister Grether alias Doctorella ihr Debütalbum “Drogen und Psychologen”.

Zur Erinnerung für die Jungschar - die Zwillingsschwestern haben deutschsprachige Popkultur mitgeprägt: Mitte der 1990er Artikel (bereits im zarten Alter von 17 Jahren) für Spex und dann Intro, später Kerstin Grethers Bücher “Zuckerbabys” und “Zungenkuß, Zungenkuß”, nicht zu vergessen der von beiden herausgegebene Madonna-Reader. Sandra Grether entwarf zudem einst mit Parole Trixi die deutsche Variante von Riot-Grrrlism. Und dann war da auch noch das Tokio Hotel Interview! 

Heut abend also Auftakt der Minitour zum Album (welches ruhig noch ein bissl mehr Nico Päffgen-like hätte sein dürfen, wenn´s nach uns ginge), in Berlin ist u.a. auch die grossartige Mary Ocher dabei. Gehet hin! Und allen Verhinderten empfehlen wir dieses Video mit ungewollter Angela Merkel-Einlage (leibhaftig am Suppentopf, kein Scherz!!):                                        

 Props an Fastweltweit!

  04/20/12 at 03:22pm

M.I.A. macht Musik für Assange-Show

Stylisher Widerstand? M.I.A. ist wegen ihrem Spagat zwischen Politagitation und Massappeal nicht ganz unumstritten (fragt mal ihren einstigen Produzenten Diplo). Ebenso scheiden sich die Geister am aktuellem Projekt von Wikileaks-Chef und Skandalaufdecker Julian Assange: eine TV-Show namens The World Tomorrow -deren Musik eben von M.I.A. stammt- mit kontroversen Gästen, produziert vom russischen Sender RT.

Aber sind wir doch bei aller Skepsis ehrlich: Verglichen mit den Foxkanälen/-programmen dieser Welt scheint eine von Assange moderierte Politshow mit Musik von M.I.A. doch zumindest die bessere Idee zu sein. Heute abend wissen wir mehr, denn da ist TV-Premiere. Hier der Trailer:

  04/17/12 at 02:33pm

Reign in Wein: Ein guter Tropfen von Slayer

Die drei Wege des Heavy Metal: Spielautomaten, Flugzeuge oder Weine. Warum es nun aber ausgerechnet Slayer und dann schon wieder ein roter Cabernet Sauvignon geworden ist, weiss der Teufel. Aber der ist ja bekanntlich ein guter Freund der Kapelle.

Jedenfalls wird der höllische Traubensaft erst mal nur in Schweden ausgeschenkt. Doch auch Thrashfans und genussverwöhnte Weinkenner (was ja eh das selbe ist) aus dem Rest der Welt können ihr Glück versuchen und hier bestellen. Wahrscheinlich aber haben die Finnen schon alles weg getrunken - zumindest gibt es laut den Herstellern dementsprechende Tendenzen. In diesem Sinne: Diabolus in musica? In vino veritas.  

  04/13/12 at 01:17am

Der Rantanplant des Dr. Schnabel: Neues Von Siriusmo

Aufmerksame LeserInnen wissen, dass Siriusmo ein grosser Favorit hier auf der Audioheidialm ist. Daher nur logisch, dass wir von seiner neuen EP (soeben digital erhältlich, in Vinylform ab 14. April) künden. Auf “Dr. Beak´s Rantanplant” schenkt uns der Berliner Elektromozart drei weitere Bonbons mit verrückten Synthiegrooves. Da freuen wir uns schon auf´s nächste Album. Jetzt aber schnell zu Monkeytownrecords und die EP holen.

  04/08/12 at 08:50pm

Das Bierbeben zieht den letzten Pinselstrich

Als schon Reifeprüfungen in der Hamburger Schule abgehalten und in Berliner Wohnzimmern langsam wieder Fernbedienungen statt Stylophonen benutzt wurden, da ward das Bierbeben. Prominenz aus beiden Szenen (u.a. Tocotronic, Gary und Pop-Tarts) einte sich 2001 zur spexigen Supergroup. Das anfängliche Bandkonzept: Coverversionen von nietenbesetzten Deutschpunkkrachern (OHL, Schleim-Keim) für unsere Freunde auf der Kunstakademie. 

Daraus entwickelte sich dann weiters auf drei Alben (beim dafür adäquaten Label Shitkatapult) deutschsprachiger, politischer Technopunk. Jetzt steht neues Material in´s Haus. Am 11. Mai erscheint die Single “Der letzte Pinselstrich” und auf der B-Seite wird schönerweise Abwärts gecovert. Hier vorhören:  

  04/07/12 at 02:01am