Reverend Peyton: Der Pastor hat den Blues
Immer wieder besinnen/besannen sich vereinzelt KünstlerInnen der US-Indiewelt auf die Ursprünge von nordamerikanischer Gitarrenmusik. Will Oldham revitalisierte den Folksong. John Spencer lässt es mit seiner Blues Explosion urzeitlich krachen und ebnete den Weg für neuere Bands wie die Black Keys. Ex-Punk Gary Floyd intoniert herzzerreissend Folklore wie “From The Darkness To The Light”.
Auch Reverend Peyton fröhnt dem Blues. Der bärige Pastor und seine Big Damn Band machen seit 2003 (?) kernigen Country-Blues ohne irgendwelche Faxen, finden aber zudem auch seit längerem im Punk-Kontext (Warped-Tour 2010) statt. Dies dürfte wohl mitunter an deren jetzigen Labelheimat Side One Dummy liegen. Obwohl ein Trio, gibt es nur ein Melodieinstrument in der Band - des Reverends Gitarre, denn Ehefrau Breezy ritscht-ratscht am Waschbrett in alter Skiffle-Tradition. Das aktuelle Album “Peyton On Patton”erschien letzte Woche und wird jetzt betourt - neben zahlreichen Bluesfestivals in den USA wird die Kapelle dann auch Europa mit einigen Gigs diesen Herbst/Winter beglücken. Hoffentlich wird das Publikum dann so wie in diesem Video sein: